Query Fan-out.
Aktualisiert am · Auch: Query-Fan-Out-Verfahren, Fan-out
Laut Google können KI-Übersichten und der KI-Modus mehrere verwandte Suchen über Unterthemen und Datenquellen hinweg ausführen, um eine Antwort zu entwickeln. Dadurch zeigen sie eine breitere und vielfältigere Auswahl an Links als eine klassische Suche. Im deutschen Google-Blog heißt das Prinzip „Query-Fan-Out-Verfahren“.
Warum ist das wichtig?
Query Fan-out verändert, wofür eine Seite „ranken“ muss. Ihre Seite wird nicht nur für die Frage ausgewählt, die der Nutzer eingetippt hat, sondern möglicherweise für eine Teilfrage, die das System selbst gebildet hat. Damit gewinnen Seiten an Wert, die einen klar umrissenen Teilaspekt präzise beantworten.
Für die Praxis folgt daraus:
- Denken Sie in Themenclustern: Welche Teilfragen gehören zu einer typischen Kundenfrage?
- Beantworten Sie jede Teilfrage auf einer eigenen Seite oder in einem klar abgegrenzten Abschnitt mit eigener Überschrift.
- Formulieren Sie Abschnitte so, dass sie auch ohne den Rest der Seite verständlich sind.
- Verlinken Sie die Seiten intern, damit Suchmaschinen den Zusammenhang erkennen.
Beispiel
Ein Nutzer fragt im KI-Modus: „Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auf dem Hallendach unseres Logistikzentrums?“ Das System könnte daraus Teilfragen bilden wie Kosten pro Kilowattpeak für Gewerbeanlagen, Statik von Hallendächern, Eigenverbrauchsquote in der Logistik und Förderprogramme. Ein hypothetischer Solarteur mit einer eigenen Seite zur Dachstatik bei Leichtbauhallen kann genau dafür als Quelle ausgewählt werden, auch wenn er zur Gesamtfrage keine Seite hat.
Abgrenzung
Query Fan-out ist ein Teil des Retrievals, also der Quellensuche. Es ergänzt RAG, das Prinzip, Antworten auf abgerufene Dokumente zu stützen, und geht dem Grounding voraus, bei dem die Antwort an die gefundenen Quellen gebunden wird.