Keyword-Recherche.
Aktualisiert am · Auch: Keyword-Analyse, Keyword Research, Suchbegriffsanalyse
Eine Keyword-Recherche beantwortet drei Fragen: Wonach sucht die Zielgruppe? Wie oft? Und was erwartet sie zu finden? Datenquellen sind etwa der Keyword-Planer von Google Ads, die Suchanfragen im Leistungsbericht der Search Console und SEO-Tools mit eigenen Keyword-Datenbanken.
Warum ist das wichtig?
Ohne Keyword-Recherche entstehen Inhalte in der Sprache des Unternehmens statt in der Sprache der Kunden. Im B2B ist das besonders häufig: Intern heißt das Produkt „Modulares Fördersystem MF-300“, Kunden suchen nach „Rollenbahn für Pakete“.
Typischer Ablauf:
- Themen sammeln: aus Vertrieb, Support, Angeboten und Wettbewerberseiten.
- Begriffe erweitern: mit Tools, Search-Console-Daten und Vorschlägen der Suchmaschine.
- Suchintention bestimmen: informieren, vergleichen, kaufen oder einen bestimmten Anbieter finden.
- Bewerten: Suchvolumen, Wettbewerb, geschäftliche Relevanz.
- Zuordnen: Jede Seite erhält ein Hauptthema; verwandte Begriffe werden gebündelt.
Im B2B sind Suchvolumina oft klein. Ein Begriff mit 30 Suchen im Monat kann wertvoller sein als einer mit 3.000, wenn er von Einkäufern mit konkretem Bedarf kommt.
Beispiel
Ein hypothetischer Anbieter von Industriereinigung in Nordrhein-Westfalen stellt fest, dass „Industriereinigung“ stark umkämpft ist, „Trockeneisreinigung Spritzgusswerkzeug“ aber kaum Wettbewerb hat und genau seine Kernleistung beschreibt. Er erstellt eine eigene Seite dafür. Zusätzlich formuliert er für sein Prompt-Set die vollständige Frage „Wie reinige ich Spritzgusswerkzeuge ohne Demontage?“, um die Sichtbarkeit in KI-Antworten zu messen.
Abgrenzung
Keywords sind kurze Suchbegriffe mit messbarem Volumen. In KI-Systemen formulieren Nutzer längere, dialogische Fragen, für die es meist keine Volumendaten gibt. Die Keyword-Recherche bleibt die Basis; das Prompt-Set ergänzt sie.