Sichtbarkeitsindex.
Aktualisiert am · Auch: SISTRIX Sichtbarkeitsindex, Visibility Index, SI
Im deutschsprachigen Raum ist der Sichtbarkeitsindex vor allem durch SISTRIX bekannt geworden. Die Berechnung erfolgt dort in drei Schritten: Datenpunkte sammeln, gewichten und aufsummieren. Gezählt werden nur organische Google-Ergebnisse. Seit 2015 gibt es getrennte Werte für Desktop und Smartphone. Der deutsche Index basiert laut SISTRIX-Changelog seit April 2020 auf einer Million Keywords.
Warum ist das wichtig?
Der Sichtbarkeitsindex ist nützlich, um Entwicklungen über Zeit zu erkennen: Wirkt ein Relaunch? Hat ein Google-Update Folgen? Wie entwickelt sich der Wettbewerb? Weil er auf einem festen Keyword-Satz basiert, sind Werte verschiedener Domains vergleichbar – auch ohne Zugriff auf deren Search Console.
Grenzen der Kennzahl:
- Fester Keyword-Satz: Nischen-Keywords im B2B sind im allgemeinen Set oft nicht enthalten. Eine Spezialanbieter-Website kann gut ranken und trotzdem einen niedrigen Wert haben.
- Keine Klicks: Der Index misst Rankings, nicht Traffic. Sinkende Klickraten durch KI-Übersichten zeigen sich darin nicht direkt.
- Nur Google: Nennungen in ChatGPT, Perplexity oder Copilot erfasst ein klassischer Sichtbarkeitsindex nicht.
Beispiel
Ein hypothetischer Anbieter von Software für Qualitätsmanagement sieht seinen Sichtbarkeitsindex über ein Jahr leicht steigen, die Anfragen über die Website aber sinken. Die Analyse zeigt: Die Rankings sind stabil, doch für viele Fragen erscheinen nun KI-Übersichten, in denen Wettbewerber zitiert werden. Erst mit einem Prompt-Set und der Messung von Zitationsrate und Share of Voice wird das Problem sichtbar.
Abgrenzung
Der Sichtbarkeitsindex misst die Präsenz in klassischen Google-Rankings. Zitationsrate und Share of Voice messen die Präsenz in KI-Antworten. Für ein vollständiges Bild brauchen Sie heute beides.